Garnelen und Krebse

Garnelen und Krebse kommmen eigentlich überall vor, wo auch Fische vorkommen. Lange Zeit führten sie ein Schattendasein, erst in letzter Zeit ist das Interesse der Aquarianer an ihnen gewachsen. Eigentlich unverständlich, werden sie doch schon in den ersten Berichten über Fischfangexpeditionen erwähnt. Es mag daran liegen, daß sie nicht so einfach zu transportieren sind wie Fische oder eben auf den ersten Blick nicht so viel hermachen, seis drum: für mich gehören sie einfach dazu, es kann kein "Biotopbecken" ohne Wirbellose geben. Es gibt etliche Arten, die für die Haltung in Aquarien sehr gut geeignet sind, viele sind sogar ganz leicht zu züchten.

Grob vereinfacht kann man 2 Vorgehensweisen der Fortpflanzung unterscheiden: den ursprünglichen oder primitiven Typ und den spezialisierten Typ.

Im ersten Fall, dem primitiven Typ, werden winzige Larven ins freie Wasser entlassen, die sich dort noch fortentwickeln müssen. Oft ist es sogar notwendig daß diese Larven ins Salz- oder Brackwasser gespült werden. Diese kommen dann als fertige Garnelen oder Krabben wieder ins Süßwasser zurückgewandert. Diese Arten sind natürlich sehr schwer zu züchten, brauchen doch die Larven neben dem Wasser oft ganz bestimmte Planktonformen zur Ernährung. Beim spezialisierten Typ, der hauptsächlich bei Krebsen und einigen Garnelen auftritt, entwickelt sich im Ei ein fast vollständiges Jungtier, das, abgesehen von den Geschlechtsorganen, seinen Eltern gleicht und nur noch wachsen muß. Teilweise werden sogar die Jungtiere noch von ihrer Mutter eine Zeit mit herumgetragen und beschützt. Meist ist es so, daß der spezialisierte Typ wenige, relativ große Eier hat, wahrend der primitive Typ sehr viele kleine Eier hat.

Die meisten Krebse und Garnelen sind recht problemlos in der Haltung, nehmen mit jeden Wasser vorlieb, solange es sauber, dh. nitratarm ist. Metalle werden nicht gut vertragen, auch scheinen einige besonders empfindlich auf handelsübliche Fischmedikamente. Bei der Einrichtung braucht keine besondere Rücksicht genommen werden, jedoch sind viele Versteckmöglichkeiten und Höhlen vorteilhaft. Beachtet werden muß lediglich, daß Krebse gerne aus dem Becken klettern.

Leider geht es in der Nomenklatur noch drunter und drüber, sodaß man ohne Bilder eigentlich nicht weiterkommt, trotzdem möchte ich meine Garnelen und Krebse kurz vorstellen:

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