Inhalt

Einleitung

6.Tempanalyse

Pfeile

7.2 Wo in der Luft

Zusammenfassung

Literatur


7. Thermiksuche

7.1 Thermiksuche mit Blickrichtung Boden

Wenn wir nun endlich an einem Thermiktag in der Luft sind, stellt sich die Frage, wo wir die Aufwinde finden ?

Wir wollen dabei annehmen, dass wir noch nicht sonderlich hoch sind, also in erster Linie Anhaltspunkte am Erdboden brauchen.

Hierzu müssen wir einige Faktoren berücksichigen:

Sonnenstand

Die Flächen, die in der letzten halben Stunde am meissten Sonne erhalten haben, sind die besten Kandidaten für eine Suche, da sie am wärmsten erhitzt wurden.

Ideal sind natürlich Flächen, die in Richtung Sonne geneigt sind, da sie mehr Energie pro Flächeneinheit aufnehmen.

Hanglage

Im Zeitalter der modernen digitalen Höhenkarten, kann man diese Schrägstellung des Bodens auch für größere Flächen messen und berechnen.

Ulli Dietz hat z.B. aus einer digitalen Karte von Hessen diejenigen Flächen ausgewiesen, die mindestens eine Hangneigung von 6° haben.

Windeinfluss

Der Wind wird die Thermik leewärts versetzen.

Windprofil

Wir brauchen also eine Idee, woher der Wind kommt.

Windindikatoren  

sind:

Die Ebene der Rotoren der Windmühlen steht immer senkrecht zur Windrichtung.

Bodenbeschaffenheit

Der ideale Thermikboden sollte

Aus der Luft können wir natürlich keine Bodenanalyse vornehmen, aber es gibt ein paar Daumenregeln:

Flussniederungen sind schlecht, weil meißtens feuchter als anderswo (hohe Verdunstung)

Wälder sind kühler (wegen der Verdunstung)

Thermikerwartung

Im Zeitalter der Satellitenfernerkundung kann man die Temperaturen des Bodens auch aus dem Weltraum messen.

U. Dietz hat dies für Hessen getan und für das Lahneinzugsgebiet bzw. für Hessen die folgenden Karten für die relative Thermikerwartung gemäß der Bodenbeschaffenheit erarbeitet:

Lahngebiet

Relative Thermikerwartung im Lahnquellgebiet aus Dietz Seite 78.

Thermik in Hessen

Relative Thermikerwartung in Hessen aus Dietz Seite 81.

Auslöser

Obwohl die Luft in Bodennähe heisser ist, als die darüberliegende, kann sie nicht sofort nach oben entweichen. Die darüberliegende Luft hat hier oft die Funktion eines "Deckels".

Erst bei einer Überhöheung der Temperatur (überadiabatisch) von mehr als 3°C ist die Bedingung "schwerere Luft über leichtere" gegeben. Und auch dann kann sich die Luft oft nicht aus Ihrer Gefangenschaft am Boden befreien.

Erst eine Störung, die dafür sorgt, dass leichtere Luft NEBEN schwerere gelangt gibt der leichtern die Möglichkeit, die bodennahe Schicht zu verlassen ([Kottmeier/Müller] p 12) .

Schwimmbäder

Pauli's (Michael Paul) Schwimmbadtheorie

Waldkanten

Wald

und

Bergauslöser

Bergrücken  

sind natürliche Auslösepunkte.

Übungslandschaft

Zur Übung kann versucht werden, in der folgenden Landschaft die Windrichtung und

vermutliche Auf- und Abwindquellen zu lokalisieren.

Landschaft mit Thermikauslösern

Als nächtes wenden wir uns der Frage zu, wo Thermik zu finden ist, wenn wir bereits weiter oben in der Luft sind.

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© A. Ultsch 1999